Synode

LSA-Bericht Jörn Surborg vor der iX. Plenartagung der 25. Synode

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Jörn Surborg berichtete dem Plenum der IX. Tagung der 25. Synode von der Arbeit des Landessynodalausschusses.
Angesprochene Themen: Das Wohlergehen des Diakonieverbundes DIAKOVERE, Fragen der landeskirchlichen Rechnungsprüfung, Kostenerhöhungen bei der Kirchenvorstandswahl 2018, die Umsetzung des Kommunikationskonzeptes der Landeskirche, Neustrukturierung der landeskirchlichen Bauverwaltung usw.

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Aussprache

 In der Aussprache zum LSA-Bericht des Vorsitzenden Jörn Surborg betonte der juristische Vizepräsident Dr. Krämer auf Nachfrage nach dem Diakonieverbund Diakovere die gesunde Stärke dieser Solidargemeinschaft.

Anfragen gab es auch zur Neuordnung der landeskirchlichen Bauverwaltung. Eine Zentralisierung in acht bis zehn zentrale Bauämter stehe im Gegensatz zur bisherigen Definition der Aufgabenmatrix der MitarbeiterInnen und bedeute eine Rücknahme zentraler Grundsätze der Sparpolitik der Landeskirche.

Oberlandeskirchenrat Schmidt erklärte hierauf "die Debatte um die Neustrukturierung für eröffnet". Die massiven Stellenkürzungen der vergangenen Jahre in den Bauuverwaltungen seien nicht zurückgenommen worden, obwohl die Verminderung des Gebäudebestandes nicht adäquat vorangekommen sei. Dementsprechend laste "ein entsprechender Druck auf den Mitarbeitenden", so Schmidt. Die zukünftigen finanziellen Belastungen, die sich daraus ergäben, müssten "gemeinsam geschultert" werden.

Konzentriertes Arbeiten auf der Bank der Öffentlichkeitsarbeiter

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Wie auf allen Tagungen arbeiten zahlreiche MitarbeiterInnen an der Veröffentlichung wichtiger Synodalbeiträge (Reden/Debatten/Aktenstücke), unterlegt mit den entsprechenden Bildern. Dieses dient der Transparenz der synodalen Arbeit. Evangelische Kirche ist demokratisch verfasst und bemüht sich sehr um das Sichtbarmachen von Entscheidungsprozessen. Jedem Gemeindemitglied soll es möglich sein, das Herkommen von Gesetz und Meinung und Lehre nachzuvollziehen.
Beim Bericht des Bischofs Ralf Meister ist es regelmäßig so, dass auch Radio und Presse hinzugebeten werden um in den öffentlichen Raum kirchliche Nachrichten zu transportieren.

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Saalmikro und Lesepult

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 Wichtiges Utensil bei jeder Synodaltagung ist das Saalmikrofon. Rückfragen an den Redner, Einwürfe zur Geschäftsordnung und eigene spontane Anträge werden so öffentlich gemacht. Längere Redebeiträge mit besonderer Wichtigkeit werden allerdings eher vom Lesepult vor dem Plenum vorgebracht.
Einer der Anträge widmete sich dem Aufbau einer kleinen Dienstwagenflotte für ländliche Kirchenkreise (Pilotprojekt!), vorgebracht vom Synodalen Gierow. Man möge bei diesem Projekt den Ausschüssen für kirchliche Mitarbeit und dem Umweltausschuss darüber im Fortgang berichten.
Der Synodale Wilk, Vertreter der Göttinger Theologischen Fakultät, votierte in differenzierter Rede für eine besondere Möglichkeit des Quereinstiegs für den Theologenberuf. „Es kann sein, dass dies nicht realisierbar ist“, war sein einschränkendes Votum.

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Ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichtes Hans-Jürgen Papier sprach über das Verhältnis von Staat und Kirche

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Hans-Jürgen Papier, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, der sich selbst im Ruhestand immer wieder zu spannenden staatsrechtlich relevanten politischen Fragen äußert (Asylrecht, Zuwanderunsgpolitik, Burka-Verbot, Europäische Gemeinschaft usw.) bezog vor den Synodalen der lutherischen Landeskirche Hannovers am Mittwoch Stellung zur Identität der „Körperschaft“ Kirche innerhalb des demokratisch verfassten Gemeinwesens. Eine verfasste Religionsgemeinschaft müsse, wenn sie öffentlich wahrnehmbare Verantwortung trage, erkennbar sein. Sie dürfe sich auf interessierte Bereitschaft des Staates verlassen, ihre Beiträge zum öffentlichen Duiskurs wahrzunehmen. Der Staat sei nicht desinteressiert distanziert. Dies gelte immer auf der Grundlage dessen, dass sich Kirche in der Verantwortung vor dem Grundgesetz bewege.

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