Bild: Jens Schulze/Landeskirche Hannovers

Über uns

Auch in der 27. Landessynode setzen wir uns als GOK für folgende Grundsätze ein:

 

Bild: Jens Schulze/Landeskirche Hannovers
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Für eine solidarische Kirche

Wir wollen kein Gegeneinander von gemeindlicher Arbeit und übergemeindlichen Angeboten. Als große Flächenkirche sind wir auf beides angewiesen: auf eine lebendige und vielfältige Arbeit in den Ortsgemeinden ebenso wie auf eine begleitende, vernetzende und unterstützende Arbeit in wichtigen übergemeindlichen Arbeitsbereichen.

Beide Ebenen wollen wir gemeinsam stärken mit dem Ziel stärken, unter verlässlichen und auskömmlichen Rahmenbedingungen eine vielfältige, qualitativ hochwertige und zukunftsfähige kirchliche Arbeit zu ermöglichen.

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Für eine partnerschaftliche Kirche

Unser Ziel ist eine Kirche, in der neben dem pfarramtlichen Dienst auch die diakonischen Berufe, die hauptamtliche Kirchenmusik sowie weitere Berufsgruppen ihren festen Platz und eine verlässliche Zukunft haben.

Die verschiedenen hauptamtlichen Dienste verstehen wir als gleichwertige Dienstgemeinschaft im gemeinsamen Verkündigungsauftrag der Kirche – miteinander verbunden in Verantwortung und Zusammenarbeit, nicht als personales oder hierarchisches Gegenüber.

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Für eine vom Haupt- und Ehrenamt geprägte Kirche

Wir sind eine Kirche, in der haupt- und ehrenamtliches Engagement gemeinsam prägend sind und in der das ehrenamtliche Engagement weiter an Bedeutung gewinnt. Beide Formen kirchlichen Dienstes sind in unserer Verfassung fest verankert und aufeinander angewiesen.

Wo hauptamtliche Arbeit in bestimmten Bereichen künftig nicht mehr im bisherigen Umfang finanzierbar ist oder geeignete Fachkräfte nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, braucht es neue Formen der Verantwortungsübernahme durch Ehrenamtliche – getragen von guter Begleitung, verlässlichen Rahmenbedingungen und angemessener Qualifizierung. Ehrenamt darf dabei nicht als bloßer Ersatz oder „Lückenbüßer“ verstanden werden, sondern als eigenständiger und wertvoller Dienst. Deshalb sind die Arbeitsbedingungen für ehrenamtliches Engagement zu verbessern und Leitungs- und Unterstützungsstrukturen konsequent darauf auszurichten.

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Für eine Kirche mit klaren Prioritäten

Wir wollen eine Kirche, die die Handlungsfelder Gemeinde, Diakonie, Bildung, Jugendarbeit, Kultur sowie gesellschaftliches Engagement als ihre Kernaufgaben versteht – insbesondere im Eintreten für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.

Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, müssen Prioritäten klar benannt und die dafür notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen gezielt zur Verfügung gestellt werden.

Bild: "My Life Through A Lens" auf Unsplash

Für eine machtsensible Kirche

Uns ist es wichtig, Machtverhältnisse ehrlich wahrzunehmen, transparent zu benennen und verantwortungsvoll zu gestalten. Wir setzen uns für eine Kultur ein, in der Rollen, Zuständigkeiten und Grenzen klar geregelt sind, Rückmeldungen ernst genommen werden und Entscheidungsprozesse nachvollziehbar bleiben.

Machtsensibilität verstehen wir als einen zentralen Schutzfaktor gegen Grenzverletzungen und (sexualisierte) Gewalt und als Grundlage für Vertrauen, Sicherheit und Verlässlichkeit im kirchlichen Miteinander.

Bild: Nadine E auf Unsplash

Gegen sexualisierte Gewalt

Wir stehen für eine Kirche, in der alle Menschen sicher sind und sich sicher fühlen können.

Deshalb setzen wir uns für wirksame Schutzkonzepte, transparente und überprüfbare Strukturen sowie verlässliche und gut erreichbare Ansprechstellen ein. Betroffene müssen gehört, ernst genommen und unterstützt werden. Prävention, Aufarbeitung und kontinuierliche Sensibilisierung gehören für uns selbstverständlich und verbindlich zum kirchlichen Handeln.

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Für eine Schärfung des evangelischen Profils

Wir wollen klarer benennen, warum wir als Evangelische Kirche Verantwortung übernehmen und welche Aufgaben sich aus unserem Auftrag ergeben, „das Evangelium in Wort und Tat zu verkündigen und zu bezeugen, die Sakramente zu verwalten und in Gemeinschaft unseren Glauben zu leben und zu erfahren“.

Daraus sollen sich konkrete Inhalte und Schwerpunkte für das kirchliche Handeln am jeweiligen Ort entwickeln – nachvollziehbar, verbindlich und im Dialog mit den Menschen vor Ort.

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Für eine diakonische Kirche

Wir sind nur dann Kirche, wenn wir uns als Kirche für andere engagieren – in diakonischen Arbeitsbereichen und Projekten ebenso wie in der materiellen, beratenden und seelsorgerlichen Begleitung von Menschen aller Altersgruppen.

Wir wollen eine Kirche mit einem klaren diakonischen Profil: eine Kirche, die sich Menschen mit Beeinträchtigungen, bedürftigen Menschen, Menschen anderer Sprache und Herkunft sowie Menschen in sozialen Notlagen zuwendet und sich als Anwältin ihrer Belange in der Gesellschaft versteht.

Die GOK setzt sich dafür ein, dass sich Kirche kontinuierlich und vertieft mit ihren eigenen diakonischen Arbeitsformen auseinandersetzt – nicht nur dann, wenn finanzielle Fragen im Raum stehen. Diakonische Arbeit gilt es gezielt zu stärken, zu sichern und weiterzuentwickeln. Wo es geboten ist, wollen wir neue Akzente setzen und neue Wege eröffnen.

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Für eine missionarische Kirche

Wir wollen das Evangelium Jesu Christi zeitgemäß verkündigen und sein Wort zum Maßstab unseres Handelns machen. Mission verstehen wir dabei nicht als Abgrenzung, sondern als Einladung und Begleitung.

Deshalb wollen wir eine Kirche sein, die auf Menschen zugeht, ihre Lebenssituationen ernst nimmt und sie verlässlich begleitet. Geh-Strukturen in der kirchlichen Arbeit sollen gezielt gestärkt und insbesondere jene Arbeitsbereiche gefördert werden, die Menschen jenseits kirchlich geprägter Lebensstile ansprechen und erreichen.

Bild: Jens Schulze/Landeskirche Hannovers

Für eine generationenübergreifende Kirche

Wir wollen Kinder und Jugendliche im Glauben sprachfähig machen und Erwachsene im Glauben stärken oder neu dafür gewinnen. Kirche verstehen wir als einen Raum, in dem Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen ihren Glauben entdecken, vertiefen und reflektieren können.

Dazu fördern wir evangelische Erziehungs-, Bildungs- und Jugendarbeit ebenso wie die evangelische Erwachsenen- und Seniorenarbeit. Darüber hinaus suchen wir den offenen und dialogischen Austausch im evangelischen Diskurs mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.

Bild: Ditto Bowo auf Unsplash

Für eine geschlechtersensible und queerfreundliche Kirche

Die GOK setzt sich für eine Kirche ein, die geschlechtersensibel und queerfreundlich ist. Wir wollen eine Kirche, in der Menschen unabhängig von Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung oder Ausdrucksform mit Respekt, Anerkennung und Selbstverständlichkeit willkommen sind.

Dazu gehört für uns, kirchliche Sprache, Strukturen und Arbeitsformen kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die GOK unterstützt Initiativen, Fortbildungen und Konzepte, die zu mehr Sensibilität gegenüber, Sichtbarkeit von und Sicherheit für queere Menschen beitragen, und setzt sich dafür ein, dass Vielfalt als Bereicherung kirchlichen Lebens verstanden und gelebt wird.

Bild: Shane Rounce/Unsplash.com

Für eine weltoffene Kirche

Wir setzen uns für unsere ökumenischen Partnerkirchen weltweit und für die evangelische Entwicklungsarbeit ein. Dabei ist uns eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe besonders wichtig.

Begegnungen, Austausch und gegenseitiges Lernen wollen wir gezielt fördern, denn Kirche ist nur dann glaubwürdig, wenn sie über sich selbst hinausblickt und sich als Teil einer weltweiten Gemeinschaft versteht.

Bild: Jens Schulze/Landeskirche Hannovers

Für eine innovative Kirche

Wir setzen uns dafür ein, neue Wege zu eröffnen und kreative Ideen gezielt zu fördern. Bewährte Instrumente sollen weiterentwickelt und gestärkt werden. Gelungene Initiativen vor Ort wollen wir sichtbar machen und als gute Beispiele landeskirchenweit kommunizieren.

Kooperationen und Zusammenschlüsse von Gemeinden und Kirchenkreisen sind ebenso zu unterstützen wie tragfähige Strukturierungsprozesse landeskirchlicher Einrichtungen. So schaffen wir Raum für Innovation, Entlastung und nachhaltige Weiterentwicklung kirchlicher Arbeit.

Bild: Jens Schulze/Landeskirche Hannovers

Für eine basisorientierte Kirche

Das traditionelle Anliegen der GOK, Entscheidungskompetenzen stärker an die Basis zu verlagern, wollen wir konsequent weiterverfolgen und ausbauen. Dabei geht es um echte Gestaltungsräume für Ortsgemeinden und Kirchenkreise.

Zugleich darf sich kirchliches Handeln nicht allein am eigenen Kontext orientieren. Alle Planungsbereiche müssen in Solidarität mit der Landeskirche, den anderen Kirchenkreisen und deren jeweiligen Herausforderungen stehen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, bei künftigen landeskirchlichen Planungsprozessen die Eigenverantwortung vor Ort zu stärken und zugleich die notwendige Grundsolidarität verlässlich im Blick zu behalten.

Bild: Jens Schulze/Landeskirche Hannovers

Für eine demokratische Kirche

Als GOK halten wir eine weitere Stärkung der demokratischen Elemente in den landeskirchlichen Leitungsebenen durch die Synode für notwendig und zugleich realistisch. Die Synode soll ihre Rolle als gestaltendes und verantwortungsübernehmendes Leitungsorgan weiter ausbauen.

Bereits in der Verfassungsdebatte haben wir diesen Anspruch deutlich gemacht und wollen auch künftig gemeinsam mit allen kirchenleitenden Organen konkret und konstruktiv über anstehende Strukturfragen unserer Kirche beraten.